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Zigarren vermitteln ein besonderes Lebensgefühl

Berühmte Zigarrenraucher nicht nur männlicher Natur

Die Zigarre hat nicht nur etwas mit Genuss und Geschmack zu tun, sie ist zugleich ein Statussymbol für Macht und Wohlstand. Ludwig Erhard, der wie kein anderer für den wirtschaftlichen Aufschwung steht, hatte nahezu immer eine Zigarre dabei. Auch Bismarck gehörte zu den berühmten Zigarrenrauchern, ebenso Thomas Mann, Winston Churchill, Hemingway oder Henry Ford. Doch nicht nur die Männerwelt lässt sich für das Rauchwerk begeistern. Katharina die Große griff ebenso gerne in die Zigarrenkiste, wie die Schriftstellerin George Sand. Sharon Stone soll ebenfalls hin und wieder eine Zigarre rauchen.

Bereits das Köpfen hat Einfluss auf das Aroma

Zweifelsohne verströmt die Zigarre nicht nur ein besonderes Aroma, bereits das Anzünden ist eine Zeremonie, die ihr eigenes Flair hat. Zunächst wird der geschlossene Zigarrenkopf entfernt, den fast alle handgerollten Zigarren besitzen. Schon hier gibt es verschiedene Möglichkeiten. Einige Zigarrenliebhaber besitzen deshalb Guillotinen, die den Vorbildern aus der Französischen Revolution nachempfunden sind. Gleichermaßen lassen sich die Zigarrenköpfe mit Zigarrenscheren abschneiden, was häufig etwas mühsamer ist. Denkbar ist ebenso die Benutzung eines Messers, wobei man zum Schnitt circa drei Millimeter hinter dem Ende des Kopfes ansetzt. Weniger rituell wird es, wenn einfach die Fingernägel benutzt werden. Wer beim Schneiden patzt, muss mit Einschränkungen beim Geschmack rechnen. Ist der Schnitt nicht scharf und gerade, sondern die Spitze zusammengedrückt, entfaltet sich das Aroma nicht. Als zweite Variante den Zigarrenkopf zu öffnen, verwenden Zigarrengenießer den Kerber. Dabei wird nicht der gesamte Kopf abgetrennt, es wird lediglich eine Kerbe hineingeschnitten. Alternativ geht das auch mit einem V-Cutter. Der Nachteil des weniger professionellen Werkzeuges ist die Gefahr, dass das Deckblatt beschädigt oder die Kerbe zu klein geschnitten wird. Idealerweise verwendet man Kerber bei Zigarren mit einem breiten Kopf. Last, but not least ist das Lochen mithilfe eines „Bullauges“ oder eines „Durchstechers“ eine Version, um in den Genuss einer Zigarre zu kommen. Diese Möglichkeit ist jedoch nicht unumstritten. Einige Zigarrenkenner meinen der Geschmack der Zigarre könnte durch diese Methode Schaden nehmen, was gleichermaßen auf falsche Anzünder zutrifft.

Richtiges Anzünden will gelernt sein

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© wrw / pixelio.de
Benzinanzünder sind beispielsweise ein absolutes No-go. Sie könnten beim Anzünden Rückstände auf die köstlichen Cigarren bringen und so den Geschmack verderben. Pappstreichhölzer sind ebenfalls nicht ideal, da diese oftmals einer chemischen Behandlung unterzogen wurden. Somit trifft auf sie das Gleiche zu, wie auf die Benzinfeuerzeuge. Optimal sind dagegen Gasfeuerzeuge. Empfohlen werden auch Zedernholzstreichhölzer. Am Besten, man kauft diese im Zigarrengeschäft. Der Vorgang des Anzündens will gelernt sein. Geübte Zigarrenraucher halten ihre Zigarre mit der Spitze in das Feuer. Dabei hat man diese, anders als bei der Zigarette, nicht im Mund. Man wartet ab, bis sich rundherum ein gleichmäßiger Ascherand gebildet hat. Erst dann darf man genussvoll die Zigarre in den Mund nehmen. Die Zigarre wird im Abstand von rund einem Zentimeter vom brennenden Streichholz gedreht, während man gleichzeitig den ersten Zug nimmt. Brennt sie gleichmäßig an allen Seiten, kann man sichergehen, dass sich das Aroma voll entfaltet. Die Zeremonie des Anzündens findet ihren Abschluss, indem man die Glut vorsichtig anbläst. Jetzt lehnt man sich zufrieden zurück und genießt.

Zigarrenraucher nehmen sich Zeit

Einer der größten Unterschiede zwischen Zigarette und Zigarre ist der Zeitfaktor. Die Zigarette ist etwas für Hektiker, für zwischendurch. Die Zigarre nimmt eine geraume Zeit in Anspruch. Deshalb ist sie optimal für wahre Genießer. Es gibt sogar Zigarren, die länger als eine Stunde Vergnügen bereiten. Um dieses tatsächlich auskosten zu können, macht es natürlich Sinn, die Zigarre nicht zwischen Tür und Angel anzuzünden. Geschmäcker sind bekanntlich verschieden und so lassen sich auch bei Zigarren Unterschiede feststellen. Je nach Anbaugebiet ist der Tabak im Geschmack milder oder würziger. Zigarren aus der Dominikanischen Republik gelten als etwas süßlich mit einer nussigen Note, während brasilianische Tabaksorten als eher würziger bekannt sind. Besonders berühmt sind die kubanischen Zigarren, die weltweit einen sehr guten Ruf genießen.

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